Studenten der Universität Greifswald sollen zum "Kriegspropagandaeinsatz" herangezogen werden

Das “Gemeinschaftsprojekt” von Reichsstudentenführung und dem Propagandaministerium mobilisierte 1940 ca. 6000 Studenten in ganz Deutschland zur aktiven Mitarbeit am ideologischen Feldzug des NS-Regimes gegen England. Die Ergebnisse der “Forschungen” wurden 1940/41 in einer Reihe von Veröffentlichungen vorgestellt. Neben der Instrumentalisierung der Wissenschaft für propagandistische Zwecke wurden Studenten vielfältig auch zu “praktischen” Arbeitseinsätzen verpflichtet. Ein solches Beispiel war u.a. der sogenannte “Facheinsatz Ost”, bei dem der akademische Nachwuchs in den Sommerferien als Hilfskraft bei der Ansiedlung “Volksdeutscher” im besetzen Polen eingesetzt wurde. Die Teilnahme an solchen Einsätzen galt als eine Voraussetzung für die weitere wissenschaftliche Karriere.